15 April 2019

Novelle Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G)

Die Bundesregierung plant derzeit eine Weiterentwicklung und Vereinfachung der verpflichtenden Energieaudits.

Der aktuelle Entwurf zur Anpassung des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) mit Stand 31.01.2019 beinhaltet vor allem Änderungen bei der Festlegung zur Pflicht der Durchführung von Energieaudits nach EN 16247 (§§ 8 ff. EDL-G) und der Qualifikation von Auditoren.

Die wichtigsten Änderungen des vorliegenden Referentenentwurfs zum EDL-G 2019 vom 31. Januar 2019 betreffen zusammengefasst:

  • Die Verpflichtung zur Durchführung von Energieaudits wird um eine Bagatellgrenze ergänzt. Unternehmen mit einem Gesamtenergieverbrauch von bis zu 500.000 kWh / Jahr würden damit von verpflichtenden Energieaudits befreit werden. Wird die Bagatellgrenze von einem Unternehmen unterschritten, ist eine fristgerechte Mitteilung mit gültigen Nachweisen an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu entrichten.
  • Unternehmen sollen innerhalb von sechs Wochen nach Abschluss des Energieaudits das BAFA über die richtige und rechtzeitige Durchführung informieren müssen, um die von der EU-Kommission geforderten Umsetzungskontrollen gewährleisten zu können. Zu diesem Zweck soll ein elektronisches Meldeportal eingerichtet werden, in dem von den Unternehmen ausgewählte Basisdaten gemeldet werden müssen.
  • Jegliche Verstöße gegen die Durchführung von Energieaudits sollen weiterhin mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
  • Die Qualität des Energieaudits bezüglich Analyse, Bewertung und Dokumentation hätte zukünftig eine höhere Anforderung für Energieauditoren. Hier sind insbesondere die Darstellung und Priorisierung der bei dem Energieaudit abgeleiteten Maßnahmen mit Wirtschaftlichkeits- und Lebenszykluskostenberechnung maßgebend.
  • Die fachliche Qualifikation von Energieauditoren müsste nach der Novellierung auch durch regelmäßige fachbezogene Fortbildungen im Bereich der betrieblichen Energieberatung belegt werden um eine möglichst hohe Qualität der Beraterleistungen gewährleisten zu können.

Quellen:

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